Narkose
Okay Leute, haltet euch fest, oder besser gesagt: Legt euch hin und zählt langsam von zehn rückwärts. Ihr wisst ja, dass ich normalerweise entweder den Stift schwinge oder über das Tanzparkett fege. Aber manchmal, da passiert etwas Verrücktes in meinem Kopf und plötzlich habe ich kein einfaches Bild gezeichnet, sondern ein komplettes Strategie-Kartenspiel entwickelt.

Ja, richtig gehört. Willkommen im OP. Willkommen bei meinem Prototypen: Narkose.
Die Kunst der kontrollierten Bewusstlosigkeit
Worum geht es? Ganz einfach: Ihr seid Anästhesisten. Euer Ziel ist das perfekte Narkoseprotokoll. Klingt seriös? Ist es auch, zumindest bis ihr feststellt, dass ihr nicht nur gegen die Vitalwerte des Patienten spielt, sondern vor allem gegen eure Mitspieler, die euch die besten Medikamente vor der Nase wegschnappen.

Ich habe mich beim Design der Karten ordentlich ausgetobt. Wir hantieren hier mit allem, was der Medikamentenschrank hergibt. Von Hypnotika (alias „Die heilige Milch des Vergessens“) bis zu den harten Sachen.
Aber schauen wir uns das Artwork mal genauer an. Ihr seht hier nicht nur medizinische Präzision, sondern meine Interpretation von Krankenhaus-Ästhetik. Besonders stolz bin ich auf die wichtigste Karte im ganzen Spiel. Nein, nicht das Adrenalin. Sondern der Kaffee.
Der Kartentext sagt alles: „Die einzig wahre Volumen-Therapie (für den Arzt).“ Denn sind wir mal ehrlich: Ohne Koffein läuft im OP gar nichts, oder?

Hoppla, das war wohl eine Überdosis
Das Spielprinzip hat es in sich. Ihr müsst Wirkstoffklassen sammeln, aber es gibt einen Haken: Die Kompetenz-Prüfung.
Es ist ein bisschen wie beim Tanzen: Man will elegant aussehen, aber wenn man einen Schritt zu viel macht, liegt man auf der Nase. In „Narkose“ bedeutet das: Wenn ihr in einer Klasse einen Wert von 12 überschreitet, habt ihr eine „Überdosis“ gegeben. Ups. Diese Klasse dürft ihr dann nicht werten.
Am Ende wird abgerechnet. Und glaubt mir, die Ränge, die ich mir ausgedacht habe, sind gnadenlos.
Wer zu wenig Punkte macht, endet als PJ-Student mit dem Kommentar: „Zurück in den Hörsaal. Das war patientengefährdend.“
Wer abräumt, wird Chefarzt: „Eine Meisterleistung! Dieses Protokoll wird in Lehrbüchern erscheinen.“
Ich bewege mich in meinen Testrunden meistens irgendwo dazwischen. Jedoch bin ich manchmal einfach zu gierig beim Kartenziehen und mein Patient wacht entweder zu früh auf oder schläft … nun ja, sehr tief und fest.
Fazit
Es war ein riesiger Spaß, Spielmechaniken (inspiriert von Größen wie Lost Cities oder Arboretum) mit meinem eigenen visuellen Stil zu vermischen. Es ist taktisch, es ist ein bisschen böse und man lernt unfreiwillig Medikamentennamen. Ab sofort könnt ihr meinen Prototyp hier auch herunterladen, ausdrucken, zurechtschneiden und selbst losspielen.
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr eher der Typ „Vorsichtiger Assistenzarzt“ oder geht ihr volles Risiko für den Chefarzt-Titel, auch wenn dabei mal eine Überdosis passiert? Schreibt es mir.

YouTube
Besuche mich auch auf YouTube
Tauche ein in meine kreative Welt und lass dich inspirieren.
In meiner Kunstgalerie teile ich meine Leidenschaft für Kunst mit euch und präsentiere meine eigenen Zeichnungen.

